INJEKTIONSTHERAPIE
Wir arbeiten schwerpunktmässig mit biologisch-regenerativen Heilstoffen, dennoch schliesssen wir,
wenn sinnvoll, auch klassische Stoffe wie zum Beispiel Kortison nicht aus.
Zu den biologisch-regenerativen Heilstoffen gehören :
Körpereigene Heil- und Wachstumsfaktoren (PRP platelet rich plasma) („Eigenbluttherapie“)
Diese werden aus dem Blut gewonnen und nach spezieller Aufbereitung in das erkrankte Gewebe gespritzt.
Dies löst dann Heilreaktionen aus, durch die körpereigenen Wachstumsfaktoren können auch Verletzungen wie Muskelrisse oder Sehnenverletzungen, Meniskusverletzungen wieder zusammenwachsen. Auch auf Schädigungen im Knorpel sprechen diese an.
Unsere Praxis hat seit dem Jahr 2010 Erfahrungen mit dieser Methode.
Körpereigene mesenchymale Stammzellen
Diese finden ihren Einsatz bei größeren Verletzungen von Knorpelgewebe sowie von Sehnen- oder Bandverletzungen.
Die Stammzellen werden aus dem Fettgewebe am Bauch entnommen. Hierzu ist ein kleiner Schnitt notwendig. Dies geschieht unter örtlicher Betäubung. Anschließend werden sie zusammen mit körpereigenen Wachstumsfaktoren aus dem Blut in das erkrankte Gewebe gespritzt.
Unsere Praxis hat seit dem Jahre 2023 Erfahrungen mit dieser Methode.
Hyaluronsäure
Hyaluron ist ein körpereigener Stoff. Er hat eine cremeartige Konsistenz.
In der Orthopädie wird Hyaluron in erster Linie bei Arthrose eingesetzt. Hyaluron heilt die Arthrose nicht, jedoch berichten die Patienten über eine Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit und eine Reduktion von Schmerzen in der Regel über einen Zeitraum von 2-3 Monaten.
Pflanzliche Heilstoffe
Auch pflanzliche Heilstoffe wie Arnica, Beinwell, Teufelskralle etc. haben bei vielen orthopädischen Beschwerden eine heilunterstützende Wirkung.
Glucose (Proliferationstherapie)
Die Proliferationstherapie ist eine regenerative Injektionstherapie zur Behandlung von Schmerzen am Bewegungsapparat.
Dr. Laaff wendet diese Methode seit 2011 an. Er gehört zu den Schülern des mit der Proliferationstherapie sehr erfahrenen Arztes Dr. Johannes Weingart.
Bei der Proliferationstherapie wird eine hochprozentige Zuckerlösung (20%ige oder 40%ige Glukose) in den Bereich des schmerzenden Gelenks bzw. Bandes nach Ultraschallkontrolle gespritzt. Meist wird dem Zucker auch ein Lokalanästhetikum (lokal wirkendes Betäubungsmittel) hinzugefügt.
Das Einspritzen der Zuckerlösung erzeugt an der behandelten Stelle eine minimale Entzündung. Der Körper reagiert darauf, indem er neue Zellen und neues Bindegewebe (Kollagen) bildet – das Gewebe also proliferiert (vermehrt). Vermittelt wird dieser Vorgang vermutlich über die Produktion von Wachstumsfaktoren. Ziel der Behandlung ist es, z. B. dünn gewordene Bänder oder Knorpelschichten zu festigen und dadurch schmerzhaft instabile Gelenke zu stabilisieren.
Ein sehr beliebtes und erfolgreiches Einsatzgebiet ist das Iliosakralgelenk (ISG).
Viele Schmerzsyndrome am Iliosakralgelenk entstehen nämlich durch chronische Bandinstabilitäten.
Viele Schmerzsyndrome am Iliosakralgelenk entstehen nämlich durch chronische Bandinstabilitäten.
Procain
Procain ist ein natürlicher Heilstoff, der in der Injektionstherapie eine wichtige Rolle spielt.
Insbesondere durch die Neuraltherapie nach Huneke ist Procain bekannt geworden. Procain alleine wirkt antientzündlich, es verbessert die Durchblutung, beruhigt die Nerven, löst Störfelder aus. Procain wird bei fast allen unseren Injektionsbehandlungen ergänzend mit eingesetzt.
Dry Needling
Unter DryNeedling versteht man übersetzt „trockenes Nadeln“
Bei dieser Technik werden ganz dünne sterile Einwegnadeln gezielt in schmerzhafte Muskel- und Faszienbereiche gestochen. Ohne etwas zu spritzen. Daher auch der Begriff „trockenes Nadeln“. Es handelt sich also quasi um eine Form der Spritzentherapie (Injektionstherapie), ohne dass ein Medikament gespritzt wird. Allein nur durch das Einstechen und das gezielte „Hin- und Herschieben“ der Nadel lösen sich lokale Verhärtungen, durch die Mikroverletzungen setzt der Körper Heilstoffe frei. All dies trägt zur Heilung bei.
Wir setzen diese Technik bei verschiedenen Diagnosen ein
- Nacken-, Rücken- und Schulterschmerzen
- Muskelverhärtungen
- Kopfschmerzen und Migräne
- Sportverletzungen und chronische Schmerzzustände
Kochsalztherapie
Bei dieser Methode wenden wir körpereigene physiologische „Kochsalzlösung“ an. Diese besteht aus sterilem Wasser mit 0,9 % Natriumchloridanteil (NaCl).
Wir spritzen diese Lösung zum einen an Nervenwurzeln im Rückenbereich (bei Nervenentzündungen oder bei Bandscheibenvorfällen, Stenosen), in die Nähe von Bandscheiben (bei chronischen Bandscheibenschäden, Bandscheibenabnutzungen), aber auch direkt in Gelenke (bei Knorpelschäden, Entzündungen).
Hier entfaltet die Lösung eine entzündungslindernde, abschwellende, regenerative Wirkung, sowohl der Gelenkknorpel als auch das Bandscheibengewebe sollen wieder ausreichend mit Flüssigkeit versorgt werden. Dadurch soll sich die Funktion des Gelenkes bzw. des Bandscheibensegmentes bessern.